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3.3 EFFECTS, Großbritannien
Ein Beispiel, das ein Bewusstsein für Veränderungen, die der Einsatz neuer Medien in der
Lehre mit sich bringt, schaffen will und die zur Gestaltung dieses Prozesses notwendigen
Qualifikation betont, findet sich in Großbritannien. Im Rahmen des EFFECTS Programm
(Effective Frameworks for Embedding C&IT with Targeted Support) versuchte man durch
Weiterbildungsprogramme für Hochschullehrende den Einsatz neuer Medien (hier
Communication and Information Technology,C&IT) in der Lehre zu fördern
(http://sh.plym.ac.uk/eds/effects). Das EFFECTS Programm betont die neue Rolle, die
Lehrenden im Rahmen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien in
der Lehre zukommt, und bezieht sich dabei auf den Dearing Report des National Committee
of Inquiry into Higher Education (www.leeds.ac.uk/educol/ncihe):
We recommend that all institutions should over den medium term review the changing role
of staff as a result of communication and information technology and ensure that staff and
student receive appropriate training and support to enable them to realise its full potential.
(Maier & Warren, 2000)
Die Besonderheit liegt hier in der Aneignung von Kompetenzen zur Einführung von
Informations- und Kommunikationstechnologien in der Lehre, die auch Management und
Evaluation umfassen. Die Teilnehmenden erarbeiten in 7 Schritten (Maier & Warren, 2000):
1. Untersuchung des Einsatzes von I&K Technologien in der Lehre und Beurteilung des
bisherigen Einsatzes dieser Technologien in der Lehre.
2. Analyse der Vorteile, Stärken und Probleme des Einsatzes von I&K Technologien in der
Lehre durch ein IT-Audit.
3. Entwurf und Planung einer Strategie zum Einsatz von I&K Technologien in der Lehre.
4. Umsetzung der Strategie für den Einsatz von Ressourcen (Unterstützung, Teams,
Beratungsangeboten für Studierende und Durchführung der Evaluation).
5. Evaluation: Auswahl der Evaluationsmethoden und Durchführung der Evaluation.
6. Bericht der Evaluationsergebnisse innerhalb des Fachbereiches und der Hochschule.
7. Planung und Weiterentwicklung der eigenen beruflichen Qualifizierung.
3.4 Technische Universität Berlin, Deutschland
Die Technische Universität Berlin bietet durch die Zentraleinrichtung Kooperation
Wissenschaftliche und interne Weiterbildung ab 2002 ein Programm zur Qualifizierung von
Frauen für den Umgang mit multimedialen Lehr- und Lernmethoden an (Löhrmann, 2002).
Zielgruppe des Angebotes sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, Professorinnen und
andere weibliche Lehrkräfte der Berliner Hochschulen, die einen Wohnsitz in Berlin und
Internetanschluss haben. Das Programm basiert auf der folgenden Definition von
Medienkompetenz:
In dieser Weiterbildung wird Medienkompetenz in erster Linie auf den souveränen Umgang
mit neuen Medien bezogen. Dabei geht es vor allem um die kommunikativen und
kooperativen Möglichkeiten die das Internet bietet. Neben Vermittlung von technischem
Know-How werden auch mediendidaktische Grundlagen geschult und entwickelt.
(http://www.tu-berlin.de/zek/wb/2602.htm)
Das neunmonatige Seminar sieht neben Präsenz- auch Online-Phasen vor. Lerninhalte sind
Vermittlung von technischem Know-How
Nutzung von Informationsquellen und den Diensten des Internet
Vermittlung didaktischer Methoden und Modelle
Lernpsychologische Grundlagen für einen kritischen Umgang mit neuen Medien
Einsatz computerbasierter Lernsysteme in Lehr- und Betreuungssituationen
Einbindung von neuen Medien in konventionelle Lehrmodelle und -veranstaltungen
Erstellung einer eigenen Internetpräsenz
Gestaltung einer internetbasierten Kommunikationsumgebung
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