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Qualifizierung zum eProf?

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3 stärkt  in  die  didaktische  Qualifizierung  der  Lehrenden  beim  Einsatz  neuer  Medien  in  der Lehre  zu  investieren.  Gleichzeitig  führten  mangelnde  technische  Fähigkeiten  häufig  zum Scheitern  von  Projekten.  Hochschullehrenden  fehlte  dabei  die  Fähigkeit,  technische  Pro- bleme und rechtliche Fragestellungen zu lösen und ein gutes Projektmanagement zu leisten: “Staff  development  opportunities  be  provided  in  the  area  of  project  management, working effectively in teams, evaluation of  IT projects, and legal issues related to IT development, for current and potential project leaders” (Alexander & McKenzie, 1998). Die  Ergebnisse  dieser  Studie  weisen  darauf  hin,  dass  –  neben  der  didaktischen  und technischen Qualifizierung der Hochschullehrenden – Kompetenzen, die zur Steuerung und Durchführung des Projektes notwendig sind, für deren Erfolg ausschlaggebend sind (Bates, 1999; Young, 1997; Alexander & McKenzie, 1998).   Ein Ausblick in die Zukunft: die neue Rolle des eProfs? Die Rolle, die Lehrenden im Rahmen des Einsatz neuer Medien zukommt, verändert sich: Lehrende  werden  zu  Tutoren,  Beratern,  ‚Facilitators’,  Mentoren,  Coachs  usw.  (Nedweck, 1999; Ryan, Scott, Freeman & Patel, 2000). Mit dieser Rolle werden Lehrende nur langsam vertraut.  Virtuelle  Veranstaltungen  erfordern  oft  eine  neue  Arbeitsteilung:  eine  qualifizierte Online-Betreuung  wird  oftmals  nicht  von  den  Hochschullehrenden  selbst,  sondern  von speziell qualifizierten Teletutoren geleistet. Bestehende Widerstände bezüglich dieser neuen Rolle  können  nur  im  Lauf  der  Zeit  und  mit  einem  erfolgreichen  Change  Management überwunden werden.   2.  Qualifizierungsansätze Im  Rahmen  von  Qualifizierungsmaßnahmen  stehen  zahlreiche  Instrumente  zur  Auswahl: neben  Schulungsangeboten  in  Form  von  Seminaren  und  Wokshops,  können  auch  eine prozessbegleitende  Beratung,  die  Bildung  von  Netzwerken,  Multiplikatorenschulungen  und Vortragsreihen eingesetzt werden. Workshops dienen häufig nicht allein der Qualifizierung, sondern sollen auch die Aufmerksamkeit für den Einsatz neuer Medien in der Lehre erhöhen (Wills & Alexander, 2000). Senge (1990) betont die Wichtigkeit von ‚action learning groups’– Gruppen, die sich gegenseitig in diesen Prozessen unterstützen. Auch viele andere Autoren befürworten   die   Einrichtung   von   Projektgruppen   und   Netzwerken   (Wilkesmann,   1999; Wilmes,  1995;  Stahl,  1995;  Sonntag,  1996),  die  ihre  Erfahrungen  mit  dem  Einsatz  neuer Medien austauschen und sich auf Basis der neuen Medien vernetzen wie dies z.B. mit der Einrichtung   einer   Mailingliste   möglich   ist   (Garrison   &   Anderson,   2000).   Garrison   und Anderson  (2000)  schlagen  die  Einrichtung  einer  ‚community  of  innovation’  vor.  Wills  und Alexander   (2000)   sehen   darin   eine   Chance,   sogenannte   ‘communities   of   reflective practioners’   zu   initiieren:   Lehrende,   die   sich   in   der   neuen   Rolle   als   Moderatoren, ‚Facilitators’,  Coachs  oder  Betreuer  verstehen,  sollen  sich  gegenseitig  unterstützen.  Laut Bates  lernen  Lehrende  oft  besser  von  Kollegen  (‚peers’)  und  anhand  von  erfolgreichen Beispielen, als durch Workshops, die von zentralen Einrichtungen angeboten werden (Bates, 2000). Fox und Hermann (2000) beschreiben einen Ansatz, der mit den Widerständen gegen den Einsatzes neuer Medien umgeht: in Anlehnung an die Klassifikation von Rogers (1995) bezüglich der Annahme von Innovationen durch ‚Innovators’, ‚Early Adopters’, ‚Early and late Majority’ und ‚Leggards’ fordern sie, solche Haltungen in Workshops transparent zu machen und  zu  thematisieren.  Sie  selbst  unterscheiden  ‚Neutralitarians’,  ‚Boosters’,  ‚Oppostionals’, ‚Sceptics’  und  ‚Transformationalists’.  Durch  die  Offenlegung  dieser  Haltungen  soll  ein Veränderungsprozess   unterstützt   werden   und   die   Workshops   werden   so   zu   einem Instrument  organisatorischen  Wandels.  Wichtig  scheint  hier,  für  verschiedene  Zielgruppen und   Interessen   unterschiedliche   Qualifizierungsangebote   vorzusehen   anstatt   nur   eines ‚Design   for   all’   Ansatzes.   Dabei   kann   das   Angebot   nach   Zielgruppen   (Mittelbau, ProfessorInnen, Disziplinen), Inhalten (Technik, Didaktik), Qualifizierungsformen (Workshop, Beratungsgespräch,  Vortrag)  und  anderen  Maßnahmen  (Netzwerkgründung,  Diffusion  der Kompetenzen durch Multiplikatoren und Pilotprojekte sowie Einrichtung von Arbeitskreisen) differenziert werden.
  
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